Neues setup - Fragen zur Sicherheit

Started by name89214, Today at 11:35:24 AM

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Hallo zusammen,

vorab schon mal besten Dank für euren Support!

Ausgangssituation:

OPNsense 26.7.1_1-amd64
FreeBSD 15.1-RELEASE-p1
OpenSSL 3.5.7 

WAN / Internet
            :
            : Telekom VDSL
            :
      .-----+-----.
      |  Gateway  |  Vigor 167
      '-----+-----'
            |
        WAN | IP or Protocol
            |
      .-----+------. 
      |  OPNsense  |
      '-----+------' 
            |
LAN ; VLAN10 192.168.10.0 ; VLAN20 192.168.20.0 ; VLAN30 192.168.30.0
            |
      .-----+------.
      | LAN-Switch |   OpenWRT
      '-----+------'
            |
    ...-----+------... VLAN10 192.168.10.11 (client1)
            |
    ...-----+------... VLAN10 192.168.10.12 (client2)
            |
    ...-----+------... VLAN10 192.168.10.13 (client3)
            |
    ...-----+------... VLAN20 192.168.20.21 (client4)
        ...


Erstellung und Nutzung von firewall rules ist bekannt. Internetzugriff via VLANs hat funktioniert, Wireguard VPN hat funktioniert. Das setup funktioniert generell sehr gut. Ich möchte lediglich Sicherheitsbedenken ausräumen:

  • Jetzt frage ich mich, ob ich kritische Einstellungen gesetzt haben könnte, die mich gegenüber dem "Auslieferungszustand" von OPNsense angreifbar machen? Lieber nochmal alles auf null?
  • Oder spielen sich sämtliche "gefährliche" Einstellungen bei Firewall>Rules ab, weil ausschließlich hier zB inbound traffic aufs WAN gesetzt wird?
  • Kann man sich mit "falschen" IPv6 configs angreifbar machen – außerhalb Firewall>Rules? Oder müssten hierfür auch immer inbound traffic Regeln auf WAN eingestellt sein?
  • Die VLANs sollen untereinander getrennt sein – bis auf Regeln natürlich, etwa dass client4 in VLAN20 nach client1 in VLAN10 ruft.
  • Viele empfehlen hierfür einen RFC1918 alias zu erstellen für die privaten IP ranges und den dann mit destination invert zu versehen. Sprich, allow traffic überall hin außer local networks.
  • Ist das denn best practice? Oder lieber block rule? Wie kann ich beim selbstgeschriebenen Alias sichergehen, dass ich auch alle IPv6 erwische? IPv4 ist ja recht einfach, aber bei dynamischen IPv6 Adressen (Telekom VDSL consumer Vertrag) müsste ich doch bei jeder neuen IPv6 Adresse den alias neu anpassen, oder nicht?

Meine Ziele:

1) VLANs sollen nicht auf LAN zugreifen dürfen
2) VLANs sollen getrennt voneinander sein (bis auf rules)
3) VLANs sollen Internetzugriff haben
4) Mein setup soll sicher und nicht von außen angreifbar sein


Herzlichen Dank!! Ich weiß euren Support sehr zu schätzen :)

Today at 11:54:45 AM #1 Last Edit: Today at 12:06:22 PM by meyergru
Mit der geringen Info, die Du geliefert hast, sind nur prinzipielle Antworten möglich, nichts konkretes:

1. Natürlich kannst Du das getan haben, das meiste spielt sich allerdings im Firewall-Bereich ab.
2. Jein. Es sind nicht nur WAN-Regeln, sondern z.B. auch NAT.
3. Ja, absolut und ja. Da IPv6 kein NAT benötigt, reicht ein falsches "Allow Any" in den WAN- (oder Floating-) Regeln aus.
4. Ja, sollten sie, sonst brauchst Du ja keine VLANs. Und genau da spielt ggf. auch IPv6 rein, denn jetzt müssen die Pakete eben nicht mehr über das WAN reinkommen.
5. Richtig. Das gilt für die übliche "Allow Any"-Regeln bei IPv4.
6. Ob man das mit einer Regel und invertiertem Ziel oder mit zwei Regeln (eine mit Block RFC1918 und eine mit Allow Any) macht, ist Geschmackssache. Über VLAN-Abschottung auf Ebene IPv6 habe ich noch nicht nachgedacht, denn den Bereich ist zu groß, um ihn zu scannen. Das bedeutet: Das schlimmste, was Dir passieren könnte, ist, dass ein Client in einem VLAN einen anderen in einem anderen VLAN erreichen kann - nur: wie soll er ihn finden?

P.S.: Du kannst in der Ziel-Adresse auch "INTERFACE net" angeben. Und wenn Du alle lokalen Interfaces zu einer Firewall-Gruppe zusammenfasst, gibt es auch "LOCAL_VLANS net". Dann kannst Du als Ziel !LOCAL_VLANS net nutzen für die Allow-Regel. Tatsächlich habe ich das sogar genau so gemacht und zwar sowohl für Version "any", also für IPv4 und IPv6 - ich nutze !RFC1918 gar nicht.
Intel N100, 4* I226-V, 2* 82559, 16 GByte, 500 GByte NVME, Leox LXT-010H-D

1100 down / 450 up, Bufferbloat A+

Ob destination invert oder Blockregeln ist reine Geschmackssache.

Wenn du keine eingehenden Allowregeln auf WAN oder Floating hast, bist du so sicher wie im Auslieferzustand oder mit jedem Consumergerät auch.

Gib Gedöns, dem du nicht vertraust, wie IoT-Kram evtl. nur IPv4 in dem entsprechenden VLAN, dann geht das mit dem Blocken in Richtung der anderen VLANs einfacher. Es sei denn, du hast ein statisches IPv6-Prefix.

HTH,
Patrick
Deciso DEC750
People who think they know everything are a great annoyance to those of us who do. (Isaac Asimov)